Fachkliniken Wangen
Kompetente Akutmedizin und Rehabilitation seit 90 Jahren
 
 
 
 

LEISTUNGSSPEKTRUM

Hohe medizinische Kompetenz

Uns liegt eine bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten sehr am Herzen sowohl stationär im Bereich Frührehabilitation und weiterführender Rehabilitation sowie ambulant in der Diagnostik, Therapie und Betreuung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen.
Denn Erkrankungen und Verletzungen des Nervensystems führen zu unterschiedlichen, meist komplexen Einschränkungen von Funktion und Fähigkeiten - vor allem Einschränkungen von Aufmerksamkeit und Gedächtnis, der Kommunikation, der Wahrnehmung, der Mobilität, der Geschicklichkeit, der Fähigkeit zur Selbstversorgung, aber auch basaler Leistungen wie die Aufrechterhaltung einer belastungsabhängigen Kreislaufregulation, einer stabilen Atmung oder die Kontrolle des Schluckvorgangs oder auch der Ausscheidung.  
  
 
Wissen weitergeben. 
Dem Patienten verpflichtet sein.
  
  
 
Ziel der Neurologischen Rehabilitation ist es, vom ersten Moment an eine Verbesserung des Zustandes unserer Patienten zu erreichen und ihm eine aktive Teilnahme an seiner Umgebung zu ermöglichen. Die teilweise oder komplette Wiederherstellung verlorener Fähigkeiten und der Weg zurück ins Leben gelingen vor allem durch das Erlernen dieser Fähigkeiten, aber auch von Alternativen, zudem durch Kompensation, Ersatz sowie Anpassung von Umweltfaktoren.  
  
In den frühen Phasen der neurologischen Rehabilitation B und C spielen Elemente der akut-medizinischen Versorgung eine wesentliche Rolle wie  
  
  • Unterstützung der Atemfunktion 
  • Stabilisierung der Kreislauffunktion 
  • Infektiologische Maßnahmen 
  • Nachbehandlung von Wunden und Knochenbrüchen
 
Hinzu kommen typische rehabilitative Elemente wie  
  
  • Aktivierende und rehabilitative Pflege 
  • Ergotherapie 
  • Physiotherapie 
  • Logopädie 
  • Psychologie 
  • Pädagogik sowie 
  • Sozial-, Berufs- und Ernährungsberatung 
 
Wir beziehen die bisherige Lebens- und Berufsumwelt, Familie und Partner in allen Phasen der neurologischen Rehabilitation mit ein.   
  
 

Frühreha Phase B

 
Im Akutbereich wird Frührehabilitation bei Patienten nach schweren Hirntraumata, Hirnkrankheiten und anderen schweren neurologischen Erkrankungen durchgeführt. Hier findet der Übergang von der Intensivmedizin an Akutkrankenhäusern zur Rehabilitationsmedizin statt.  
  
Es werden Patienten mit sehr schweren und komplexen Krankheitsbildern behandelt; häufig liegen noch schwere Bewusstseinsstörungen wie ein Koma oder das sogenannte Wachkoma vor.  
  
Viele Betroffene weisen schwere, häufig komplette Lähmungen auf, können noch nicht wieder schlucken oder ohne Unterstützung nicht ausreichend atmen. Die Wahrnehmung für den eigenen Körper und die Umgebung ist meist schwer gestört, eine Kommunikation gelingt noch nicht oder nur sehr unzuverlässig.  
  
Somit müssen diese Menschen sowohl akutmedizinisch intensiv betreut und überwacht, als auch rehabilitativ mit einem besonders hohen personellen Aufwand behandelt werden. Es kommt in dieser Phase darauf an, dass die überlebensnotwendigen Körperfunktionen stabilisiert, Kontakt- und Verständigungsfähigkeiten aufgebaut werden und die Betroffenen lernen, sich selbst und ihren Körper wieder wahrzunehmen, und gezielte Reaktionen zu zeigen, um am Leben zumindest auf einfacher Stufe wieder teilzuhaben.  
  
Die Behandlung schwerer neurologischer Erkrankungen oder von Verletzungen des Gehirns oder Rückenmarks erfolgt häufig zunächst auf einer Intensivstation oder – im Falle eines Schlaganfalls – auf einer Stroke Unit (Schlaganfallspezialstation). Um so früh wie möglich damit zu beginnen, durch Aktivierung und Training verloren gegangene Fähigkeiten zurückzugewinnen, erfolgt die Verlegung zur Neurologischen Frührehabilitation (Phase B), auch wenn noch akutmedizinische Maßnahmen und eine intensive Überwachung erforderlich sind.   
  
In dieser Behandlungsphase gehen akutmedizinische Diagnostik und Therapie sowie rehabilitative Maßnahmen Hand in Hand.  
  
Die Patienten sind anfangs überwiegend bewusstlos oder bewusstseinsgestört und bedürfen umfassender pflegerischer Betreuung. In dieser Phase werden auch Patienten im Wachkoma (sogenanntes apallisches Syndrom) behandelt.  
  
Wir betreuen in der Frührehabilitation Patienten mit  
  
  • schwerem psychoorganischem Syndrom, 
  • Wahrnehmungs- und Kommunikationsstörungen, 
  • Lähmungen bis hin zu Tetraparese, 
  • Schluckstörungen sowie Tracheostoma, 
  • ohne Kontrolle der Ausscheidungsfunktionen, 
  • schweren Begleitverletzungen oder -krankheiten.
 
Die Therapie zielt darauf ab,  
  
  • die Wachheit und das Bewusstsein zu verbessern 
  • das Schlucken und Essen zu trainieren, Komplikationen wie Aspiration zu vermeiden, 
  • Kommunikation (wieder) aufzubauen 
  • den Patienten zu mobilisieren 
  • Bewegungsabläufe und Wahrnehmungen zu trainieren 
  • die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis und die Reorientierung zu fördern 
  • alltagspraktische Fähigkeiten wiederzuerlangen
 
Die Klinik für Neurologie kooperiert eng mit der Klinik für Pneumologie unter dem gemeinsamen Dach der Fachkliniken Wangen. Dies bietet bei der medizinischen Versorgung noch vital gefährdeter Patienten insbesondere bei nicht stabiler Atemfunktion wichtige Vorteile.  
  
Ist der Patient kooperationsfähig, nicht mehr vital gefährdet und teilweise mobilisiert, kann er innerhalb unserer Klinik zur Weiterführenden Rehabilitation (Phase C) verlegt werden.  
  
Bei Bedarf werden die betreuenden Personen, Angehörigen oder Mitarbeiter von ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtungen in die pflege-therapeutische Betreuung des Patienten eingewiesen.  
Infotext schliessen
  
  

Weiterführende Reha Phase C

 
Die Behandlungsplätze der Weiterführenden Rehabilitation dienen Patienten mit schweren neurologischen Störungen, die zwar in verschiedenen Lebensbereichen wie z. C. Mobilität oder Kommunikationsfähigkeit erhebliche Einbußen aufweisen, aber bewusstseinsklar und medizinisch stabil sowie in der Lage sind, gezielt bei den Therapien mitzuarbeiten.  
  
Hierbei handelt es sich häufig um zunächst schwer betroffene Menschen, die sich im Rahmen der Frührehabilitation (Phase B) so weit erholt haben, dass sie ihre Rehabilitation in der Phase C fortsetzen können. Ein anderer Teil hat keine so schwere Schädigung erlitten, sodass direkt eine Verlegung von z. B. der Intensivstation, der Schlaganfallspezialstation oder der Neurochirurgie möglich ist.  
  
Das Team der Weiterführenden Rehabilitation betreut Patienten, die medizinisch stabil, kooperationsfähig und teilmobilisiert sind. Beeinträchtigt sind häufig noch die geistige Leistungsfähigkeit, das Kommunikationsvermögen, die Fortbewegung oder der Gebrauch der Hände. Bei vielen Verrichtungen des täglichen Lebens benötigen Patienten deshalb Hilfe.  
  
Mit der Therapie unterstützen wir unsere Patienten dabei, ihre Selbstständigkeit bei den Aktivitäten des täglichen Lebens zurückzugewinnen. Konzeptionell knüpfen wir in der Weiterführenden Rehabilitation an die Ansätze der Frührehabilitation an.  
  
Die Therapie zielt darauf ab, die Selbstständigkeit der Patienten in den Aktivitäten des täglichen Lebens wiederherzustellen. Die Patienten lernen unter Anleitung, alltägliche Verrichtungen bei der Körperpflege oder Ankleiden selbst zu übernehmen, den eigenen Tagesablauf nach Vorgaben zu planen und zu strukturieren.  
  
Durch gezielte rehabilitative Maßnahmen fördern wir  
  
  • die Mobilität, 
  • die Kommunikations- und geistige Leistungsfähigkeit, 
  • das adäquate emotionale und soziale Verhalten, 
  • das zielgerichtete Planen und Handeln sowie 
  • die soziale Kompetenz.
 
Alle unsere Patienten erhalten Unterstützung in der weiteren Rehabilitations- und Lebensplanung.    
Infotext schliessen
  
  
nach oben
Artikel drucken