Fachkliniken Wangen
Kompetente Akutmedizin und Rehabilitation seit 90 Jahren
 
 
 
 

UNBESCHWERT ERWACHSEN WERDEN

Eine Reha hilft, chronische Erkrankungen besser zu bewältigen

Wangen - Manchmal reichen Arztbesuche und Medikamente nicht aus, um wieder in den Alltag zurück zu finden. Bei chronischen Erkrankungen kann ein Aufenthalt in einer Rehaklinik helfen. Dabei steht das beeinträchtigte Kind im Mittelpunkt.  
Kommen Kinder und Jugendliche in die Fachkliniken Wangen, erwartet sie dort ein Programm, in den auch ihre Begleitpersonen eng eingebunden sind. „Niemand ist allein chronisch krank“, unterstreicht Nora Volmer-Berthele, Chefärztin der Rehabilitationsklinik für Kinder und Jugendliche. „Eine chronische Erkrankung eines Kinde betrifft immer die ganze Familie, die auch mit den psychischen Begleitsymptomen konfrontiert ist. Und sie muss mit der Unsicherheit von Freunden oder Bekannten umgehen, weil Kinder nicht so funktionieren wie ihre Altersgenossen.“   
  
In Wangen werden Patienten mit ADHS, Störungen des Sozialverhaltens, mit Adipositas, Ängsten und Depressionen, Asthma, Allergien und Neurodermitis unterstützt, den turbulenten Alltag zuhause dauerhaft zu bewältigen. Kinder bis 12 Jahre dürfen von einer Bezugsperson in die Reha begleitet werden. Allein reisende Kinder und Jugendliche erleben die Reha in einer altersprezifische Gruppe. Ein typischer Tag fängt etwa um halb acht an: aufstehen, Frühstück, Frühgymnastik, manchmal schon die ersten speziellen Therapien. Um neun beginnt die Schule. 180 Kinder und Jugendliche gehen während ihrer Reha in die Heinrich-Brügger-Schule direkt auf dem Klinikgelände. Jeder erhält einen persönlichen, nach Schulart und Therapie maßgeschneiderten Unterrichtsplan. Der Kontakt zu den Heimatschulen ist eng, die Aufgaben, sogar die Klassenarbeiten, kommen von zu Hause.   
  
 

„Wir verpassen nix“, sagen die Schüler

 
Im Gegenteil: Mancher lernt intensiver als daheim. Oft haben Schüler mit chronischen Erkrankungen schulische Lücken durch häufige Fehlzeiten. Sie besitzen weniger Selbstvertrauen als Gleichaltrige durch das Gefühl, gehandicapt zu sein. „Ein Schulbesuch und ein Abschluss sind in unserer Gesellschaft die Eintrittskarte für ein erfülltes Erwachsenenleben“, betont Volmer-Berthele. Deshalb messen Ärzte und Therapeuten in Wangen dem Schulalltag eine große Bedeutung bei. Auch die Jüngeren, die mit Begleitpersonen anreisen, werden in Wangen an einen altersentsprechenden Rhythmus mit dem Besuch einer therapeutisch- pädagogischen Gruppe herangeführt.  
  
Ein wesentlicher Schwerpunkt, neben den individuellen Therapien, sind die altersgerechten Schulungen. Hier lernen Kinder und Jugendliche, was ihre Erkrankung bedeutet, warum sie zum Beispiel regelmäßig inhalieren sollten oder welche anderen Maßnahmen unverzichtbar sind. Entspannung und Bewegung bestimmen den Nachmittag für die jüngeren Patienten; begleitende Erwachsene werden dann zu Schulungen für Angehörige geladen. Ziel ist es, möglichst alltagsnah und um die Uhr angeleitet den Umgang mit den Folgen einer chronischen bzw. psychosomatischen Erkrankung in einem geschützten Rahmen zu erproben. Dies Mehr an Zeit ist ein spezifischer Vorteil der Reha. Nicht nur Politiker wünschen sich erfolgreiche Erwerbsbiografien mit lebenslanger Gesundheit. Kinder und Jugendliche, die in Wangen waren, wissen auf jeden Fall: Sie haben es selbst in der Hand – sie können gestärkt durch eine Reha Schule, Ausbildung und Berufsleben packen.   
  
Übrigens
 
  • Im Gegensatz zu Mutter-Kind-Kuren, die für kranke oder überlastete Eltern bestimmt sind, steht bei der Reha für Kinder und Jugendliche das beeinträchtigte Kind im Mittelpunkt.  
  • Kinder und Jugendliche mit Gesundheitsstörungen oder chronischen Erkrankungen haben das Recht auf eine Reha. An den Fachkliniken Wangen, spezialisiert auf Kinder und Jugendliche, werden Heranwachsende während ihres vier- bis sechswöchigen Aufenthaltes befähigt, mit ihrer Erkrankung besser im Alltag umzugehen. 
  • Diese persönliche, zuverlässige Beziehung während vier bis sechs Wochen Reha bietet mehr Einflussmöglichkeiten als an der Heimatschule – die Jugendliche mit chronischen oder psychosomatischen Erkrankungen und spezifischen Fragestellungen besonders benötigen. 
  • Familien sind in zeitgemäßen Zweizimmer-Appartements untergebracht, allein reisende Kinder und Jugendliche in altersgerechten Gruppen.
  
  
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Artikel aus:  Gesund aktiv KIDZ vom 25.10.2018.  
  
  
  
 
Veröffentlicht am: 25.10.2018  /  News-Bereich: News aus den Fachkliniken
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