Fachkliniken Wangen
Kompetente Akutmedizin und Rehabilitation seit 90 Jahren
 
 
 
 

„JETZT FÜHLE ICH MICH STARK UND VIEL GELASSENER!“

Der 13-jährige Benjamin absolvierte allein in den Fachkliniken Wangen eine sechswöchige Reha

Wangen - Erwartungsvoll blickt Benjamin W. (Name von der Redaktion geändert) in die Runde. Der 13-Jährige absolviert wegen einer psychosomatischen Erkrankung eineReha in den Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen. Sechs Wochen ist er dort – ohne Erwachsenenbegleitung. Doch er fühlt sich wohl in Wangen: „Es ist schön hier“, sagt er und: „Die Reha tut mir gut.“
Benjamin kommt aus einer deutschen Großstadt. Er genießt die Allgäu-Landschaft und die Nähe zur Natur. „Hier ist man ja so schnell im Wald“, freut er sich und berichtet von schönen Naturerlebnissen während seiner Reha-Wochen. Dass er zu Hause einen Berg von Problemen hinter sich gelassen hat, ist ihm kaum anzumerken. Er wirkt selbstbewusst und in sich selbst ruhend. „Ich bin wegen Aggression und Beleidigung hier“, erklärt er und berichtet vom andauernden Mobbing durch  Schulkameraden, von seiner Wut und von seinen Ängsten. Der 13-Jährige geht in die siebte Klasse einer Realschule und hat bereits einige Schulwechsel hinter sich. „Ich werde seit vier Jahren immer wieder gemobbt und auch tätlich angegriffen“, sagt er. Benjamin hatte mit vielen Nöten zu kämpfen und wurde in seinen schulischen Leistungen immer schlechter. Gespräche mit Eltern, Klassenkameraden, Lehrern und Schulrektoren blieben erfolglos und auch die Schulwechsel brachten keine Besserung. „Ich wurde immer wütender und aggressiver – zu Hause und in der Schule“, erzählt er. Sein Kinderarzt riet schließlich zur Hinzuziehung eines Psychologen und dieser wiederum brachte die Fachkliniken Wangen und eine Kinder-Reha ins Spiel.  
  
Die Rehabilitationsklinik an den Fachkliniken Wangen ist auf die Behandlung von Heranwachsenden mit psychischen, psychosomatischen oder Atemwegserkrankungen sowie Allergien spezialisiert. „Unser Ziel ist es, dass Kinder und Jugendliche durch einen Aufenthalt in der Klinik ihre Lebensfreude zurückgewinnen, ihr Selbstbewusstsein stärken, ein selbstbestimmtes Leben führen und unbeschwert erwachsen werden“, sagt Ursula Borger, Leiterin Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie der Rehaklinik. Bei Benjamin scheint dies zu wirken. „Mir gefallen vor allem die geregelten Tagesstrukturen hier“, sagt er und berichtet begeistert vom pünktlichen Aufstehen, Betten-Machen und Frühstück, den anschließenden Schulstunden, der Zimmerruhe nach dem Mittagessen, den verschiedenen Freizeitaktivitäten am Nachmittag und dem gemeinsamen Abendessen. „In den Einzel- und Gruppengesprächen habe ich gemerkt, dass ich mit meinen Problemen nicht allein bin“, betont er. Und natürlich hat er auch neue Freunde gefunden – beispielsweise beim gemeinsamen Fußball- oder Basketballspielen.  
  
Sogar der regelmäßige Schulunterricht in der Klinikschule hat Benjamin Spaß gemacht. „Die Heinrich-Brügger-Schule ist ein staatlich anerkanntes sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit einem Schulangebot von der Primar- bis zur Sekundarstufe“, so Ursula Borger. Auch Bildungsgänge im Bereich der Förderschulen und der Beruflichen Schulen seien fest im Angebot verankert. „Meine Schul- und Hausaufgaben kamen von meiner Schule zu Hause“, berichtet Benjamin. Trotz Reha ist er schultechnisch auf dem Laufenden und kann ohne  Nachholbedarf direkt wieder einsteigen. „Ich freue mich sogar drauf“, sagt er.  
  
Die im Aufnahmegespräch zu Beginn seiner Reha mit seiner Familie, den Ärzten und Therapeuten gemeinsam festgelegten Ziele glaubt Benjamin erreicht zu haben. „Ich habe in der Reha gelernt, dass ich feste Strukturen und Regeln brauche, und ich hoffe, dass mir meine Familie künftig dabei hilft. Jetzt nach der Reha fühle ich mich stark und ich bin viel gelassener als früher“, sagt er und tritt hoffnungsvoll-optimistisch die Heimreise an. Für die Zeit nach der Reha wurde alles  Notwendige in die Wege geleitet. Entsprechende Veränderungen für zu Hause wurden mit den Eltern besprochen und mit dem behandelnden Psychologen sind bereits Termine vereinbart. „Er wird es schaffen“, ist auch Ursula Borger überzeugt.  
  
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Artikel Aktiv, Ausgabe September 2019, PDF-Version, ca. 700 KB 
  
  
Artikel aus: aktiv - Das Magazin für Gesundheit und Freizeit, Ausgabe Herbst 2019  
  
 
Veröffentlicht am: 10.09.2019  /  News-Bereich: News aus den Fachkliniken
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