Fachkliniken Wangen
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„ICH BIN BOLLEFROH, DASS ICH HIER SEIN DURFTE“

Pfarrer Jirij Knoll nach elfjährigem Seelsorgedienst aus den Fachkliniken

Im Rahmen eines feierlichen ökumenischen Gottesdienstes in der Kapelle der Fachkliniken Wangen ist Pfarrer Jirij Knoll am Samstagabend nach elfjähriger Seelsorgetätigkeit verabschiedet worden.
Viele Patienten und Wegbegleiter waren gekommen, um dem äußerst beliebten Seelsorger Adieu zu sagen und ihm für seinen Neuanfang als Hochschulseelsorger an der PH in Weingarten Segen und Glück mit auf den Weg zu geben. Gemeindereferent Stephan Wiltsche als Mitstreiter im Seelsorgeteam ging in seiner Predigt auf die „Krise“ einer Veränderung ein, die so ein Abschied und Neuanfang mit sich bringt. Ohne Krisen könne man nicht wachsen. Co-Dekan Gottfried Claß, Pfarrer Martin Sauer und Franziska Roth von der evangelischen Kirche Wangen bedankten sich bei Jirij Knoll für seinen jahrelangen engagierten Einsatz in der Seelsorge. Seine heitere Gelassenheit und Fröhlichkeit sei für alle ein großes Geschenk gewesen.  
  

Ökumene ist wichtig

  
  
„Ich bin bollefroh, dass ich hier sein durfte“, sagte Jirij Knoll zu Beginn des Gottesdienstes, um dann mit ein paar nachdenklichen Abschiedsworten seinen Dank, seinen Stolz und seine Freude zum Ausdruck zu bringen. „Jedem Abschied wohnt ein Zauber inne…“, zitierte er Hermann Hesse. Für ihn sei der Abschied genauso wichtig wie der Neuanfang. Sschwester Mirjiam, die ebenfalls jahrelang mit Pfarrer Knoll im Seelsorgeteam zusammenarbeitete, bedankte sich bei ihrem Mitstreiter mit einem Gebet. Mit dem Wachstumsgleichnis vom Sämann verglich Stephan Wiltsche die Arbeit von Jirij Knoll. Da sei vieles auf fruchtbaren Boden gefallen, manches aber auch verdorrt. Doch: „Bei allem, was nicht aufgegangen ist – pfeif drauf…“, wandte er sich lächelnd an Knoll. Als Abschiedsgeschenk der katholischen Kirche überreichte er ihm eine grüne Stola, um so auch die Verbundenheit in der ökumenischen Zusammenarbeit zum Ausdruck zu bringen. Dies wiederum veranlasste Jirij Knoll zu der prophetischen Aussage: „Die Zukunft der Kirche ist entweder ökumenisch – oder gar nicht!“  
  
Mit bewegenden Liedern, biblischen Texten, Gebeten und Fürbitten von Patienten feierten Patienten, Freunde und Wegbegleiter Gottesdienst. Besonders schön die Fürbitte eines Kindes, in der es hieß: „Lass es allen Menschen gut gehen, auch den bösen. Beschütze meinen Hasen und meine Familie – und das Team von Kobra 11!“  
  
Nach dem Gottesdienst gab es einen feierlichen Empfang mit Imbiss und mehreren Grußworten. Auch hier wurde nochmals deutlich, welch ein „Glücksfall“ Jirij Knoll in all den Jahren für die Patienten und Menschen in den Fachkliniken war. Seine fröhliche Art, seine kreativen Wortschöpfungen und sein großes seelsorgerliches Engagement werden vielen unvergessen bleiben.  
  
 
Artikel aus: Schwäbische Zeitung Wangen, vom 01.10.2018, Ein Bericcht von Edgar Rohmert 
Veröffentlicht am: 02.10.2018  /  News-Bereich: News aus den Fachkliniken
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