FACHKLINIKEN WANGEN
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CDU-ORTSVERBAND
Millionenbeträge werden in Fachkliniken und Krankenhaus investiert

Wangen - In die Fachkliniken Wangen und in das Krankenhaus werden in den nächsten Jahren Millionenbeträge investiert – in die Fachkliniken allein 8,8 Millionen Euro. Das wurde bei der Veranstaltung „Gesundheit und Arbeitsplätze“ des CDU-Ortsverbandes bekannt.

Rund 30 interessierte Bürger hatten sich am Freitag vor dem Haupteingang der Waldburg-Zeil-Fachkliniken eingefunden, der ersten Station der Besichtigungstour. Das größte Interesse erweckte vor einigen Jahren die Besichtigung des Schlaflabors. „Da waren es 180 Besucher”, erzählt Kreisrat Hans-Peter Haug, dem das Gesundheitswesen erklärtermaßen generell und besonders in Wangen am Herzen liegt. „Die Fachkliniken sind in Wangen der drittgrößte Arbeitgeber”, sagt Haug, „da hängen viele Arbeitsplätze dran.”


Einzugsgebiet ist bundesweit


Hans-Jürgen Wolf, Krankenhausdirektor der Fachkliniken, erläuterte in einem Überblick das medizinische und räumliche Angebot der auf Erkrankungen der Atmungsorgane spezialisierten Fachklinik. Zum speziellen Angebot gehört eine Beatmungsentwöhnungsstationen, eine von nur vier in ganz Deutschland.
Das Einzugsgebiet der Klinik ist bundesweit. Kinder sind teilweise zusammen mit einem Elternteil da und werden unterrichtet. Die Verweildauer der Kinder reicht von wenigen Wochen bis zu sechs Jahren bei manchen Kindern.


Umbau bei laufendem Betrieb

Die Fachkliniken verfügen über 155 Akut-Betten und 200 Betten in der Reha. Die Auslastung beträgt 78,4 Prozent. „700 Mitarbeiter erlösen rund 31,5 Millionen Euro per anno. 21,5 Mio Euro bringen wir für die Personalkosten auf“, legte Wolf die aktuellen Zahlen vor. Insgesamt werde ein betriebswirtschaftlich gutes Ergebnis eingefahren. Im Entstehen begriffen sei eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Vorarlberg. Was im Moment ansteht, ist der Umbau und die Sanierung des 1928 erbauten Hauptgebäudes.

Statt zu dritt und zu viert sollen in Zukunft die Patienten in Ein- bis Zweibettzimmern untergebracht werden, mit eigener Nasszelle und nicht mehr mit Gemeinschaftsduschen am Ende des Flur. „Das kann man niemand mehr zumuten”, so Wolf. Zum ersten Mal werde der Umbau im laufenden Betrieb gemacht. „Es war mir ein besonderes Anliegen, dass die Patienten während der Umbauzeit nicht in Containern untergebracht werden”, erklärte Wolf. Stattdessen wird der U-förmige Eingangsbereich aufgestockt. Mehr Betten werden die Fachkliniken am Ende der Umbaumaßnahmen trotzdem nicht haben, da durch den Einbau der Nasszellen im Haupthaus jedes dritte Krankenzimmer verloren geht.

Als Folge der der baulichen Erneuerung wird es verbesserte Arbeitsbedingungen geben, mit ergonomisch ausgestatteten Arbeitsplätzen und Medienausstattung der Zimmer. Der Umbau war in drei oder vier Jahren geplant, durch das Konjunkturpaket wurde er vorgezogen.

Rund 8,8 Mio Euro an Investitionskosten stehen momentan im Raum, erklärte Krankenhausdirektor Wolf, doch könne sich die Summe noch erhöhen, wenn der endgültige Kostenvoranschlag nach der detailgetreuen Planung vorliege.
Deswegen könne er auch noch keine Aussagen über die Höhe des Zuschusses aus dem Konjunkturpaket II machen.

Präzisere Aussagen zu den Zuschüssen hatte MdL Paul Locherer parat. „3,6 Mio Euro für die Fachkliniken“ , sagte er.


Artikel aus: Schwäbische Zeitung, Ausgabe Wangen , Autorin: Gabriele Hoffmann, vom 19.05.2009.





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